Initiativen für eine Umbenennung sind u.a. Das stellt sich vielleicht erst in ein paar Jahren oder Jahrzehnten heraus. Sutton Verlag, Erfurt. Mahereo (1856-1923) führte die Herero im heutigen Namibia in den Aufstand gegen die deutsche Schutztruppe. Jeder versucht, den Bezirk für sich zu gewinnen – der Streit um die Straßennamen eignet sich da bestens. Jahrhunderts nicht nur Schulleiter und plattdeutscher Dichter, sondern auch ein „sehr betonter und primitiver Nationalsozialist“. Dass sich die Stadtgesellschaft im Wedding grundlegend gewandelt hat, zeigt sich nicht nur in den zahlreichen zivilgesellschaftlichen Initiativen und Gründungen wie EACH ONE TEACH ONE e.V. Und als Gouverneur führte Wissmann die Besteuerung der Kolonisierten ein. Wer führt Werders in die fünfte Liga abgestiegene U23 demnächst durch die Bremen-Liga? Während etwa Susan Arndt und Ulrike Hamann (2011), aber auch Malte Hinrichsen und Wulf D. Hund (2014) eine herabsetzende Bedeutung des Worts bereits vor der Aufklärungszeit konstatieren, bestreitet Ulrich van der Heyden (2008, 2014) eine negative Begriffsfärbung in der Frühen Neuzeit. Schlappe für die Gewerkschaft Verdi: Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen dürfen nach einem Urteil aus Münster auch sonntags öffnen. Ciarlo, David (2011): Advertising Empire. 5 vom 01. • Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag: https://eineweltstadt.berlin/ „Die nach intensiven Recherchen öffentlich bekannten Verbindungen von Hinrich-Wriede zur Nazi-Diktatur legen es nahe, die Ehrung dieser Person durch eine Straßenbenennung nicht länger aufrechtzuerhalten“. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden. McClintock, Anne (1995): Imperial Leather. Eine Polizeisprecherin bestätigte am Freitagnachmittag auf Anfrage den Vorfall. Jahrhunderts Schwarze Menschen häufig als dienstbar, exotisiert und untergeordnet dargestellt hat. • Bündnis Decolonize Berlin e.V. in denen die Taten der Namensgeber aufgelistet werden. Und so gab es bei der Umbenennungsveranstaltung am Freitag laut Polizei „vereinzelte Unmutsbekundungen und Zwischenrufe“. Es ist die dritte Niederlage des Aufsteigers im dritten Spiel. Sie war eine bekennende Gegnerin und öffentliche Kritikerin des Nationalsozialismus, wurde deshalb aus dem Schuldienst entlassen und war als Vorsitzende des Bruderrats die erste Frau in leitender Position der Bremer Kirchengeschichte. Jetzt bin ich wieder voller Hoffnung, es ist wie ein Lichtstrahl. Maji-Maji-Krieg, der bis zu 300.000 Menschenleben kostete, Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte, einem der blutigsten deutschen Kolonialverbrecher, einstigen Reichskommissar für »Deutsch-Westfrika«, Kopf des Mangi Meli, den ich seit Jahrzehnten suche. Alle Rechte vorbehalten © 2021, Verlag Deutsches Nachrichtenmagazin ZUERST! ): Entfremdete Körper. Nach dem Abschluss dieses Verfahrens beschloss die BVV folgende Umbenennungen: Lüderitzstraße in Cornelius-Fredericks-Straße, Petersallee in Anna-Mungunda-Allee und Maji-Maji-Allee sowie Nachtigalplatz in Manga-Bell-Platz (Drucksache 1405/V). Woran hapert es? M* werden in zeitgenössischen Texten weiterhin mit Sünde, Lasterhaftigkeit und Bedrohlichkeit assoziiert (Institut für Europäische Ethnologie 2020). Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Auch dieser Beschluss wurde bereits im Amtsblatt veröffentlicht, und zwar am 28.. im November 2020 veranstaltete. „Wissenschaftliche Darstellungen legitimierten die rassistischen Alltagsvorstellungen. Obwohl eine Umbenennung bereits 2017 im Beirat Schwachhausen diskutiert wurde und verschiedene Gruppen sich immer wieder dafür aussprachen, gibt es in Bremen nach wie vor eine Lüderitzstraße. Eine Sprecherin des Bezirks konnte zu den Beschädigungen und dem Ausmaß des Wasserschadens bislang keine Angaben machen. Auch wenn die Umbenennung per Allgemeinverfügung keine Akzeptanz bei der Bevölkerung verlangt, sollte ein solch umstrittenes Verfahren selbst keine Demokratiedefizite aufweisen. Unter Beteiligung von Bürgern und Akteuren der Zivilgesellschaft sollten demnach Vorschläge zur Umbenennung für die Petersallee, die Lüderitzstraße und den Nachtigalplatz vorbereitet werden . Das Wort »Verbrecher« reicht für Wissmann nicht aus – wir nennen ihn »maafa«, das ist Kisuaheli und bedeutet »schreckliche Katastrophe«. Anders ist es beim Thema Kolonialismus. Warum die M*straße ihren Namen erhielt ist bis heute nicht zweifelsfrei geklärt. Der Kaufmann Adolf Lüderitz war unter dem wenig schmeichelhaften Spitznamen „Lügenfritz“ bekannt, weil er in Namibia mit Einheimischen Landverträge schließen ließ, denen er nicht wie üblich englische, sondern die fünffachen deutschen Meilen zugrunde legte. Eigentlich ist Berlin so progressiv, aber was die Straßennamen angeht, bewegt sich die Stadt nur langsam. Heyden, Ulrich van der (2008): Auf Afrikas Spuren in Berlin. Sie ist darin dem Vorschlag vorrangig afrodeutscher und afrodiasporischer Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft gefolgt. (Hrsg., 2020): Anton Wilhelm Amo’s Philosophical Dissertations on Mind and Body. In einem weiteren Interview mit dem WDR führt Berwald an, dass in Preußen um 1700 Straßenbenennungen nur aus ehrenden Motiven erfolgt seien. Der Name der M*straße ist seit Jahrzehnten umstritten. Hinrichsen, Malte / Hund, Wulf D. (2014): Metamorphosen des ‘Mohren’. Fraglich bleibt, ob die Betroffenen eine so kurzfristige Zahlung der Summe überhaupt leisten können. Wer weiß? Um die „Postproblematik“ zu vermeiden, aber auch für Rettungsdienst- und Feuerwehreinsätze, heißt es aus dem Ortsamt. Die Namen der Kolonialisten Lüderitz und Nachtigal sollen weichen. Der Mohr war ungestalt / rabenschwartz / unbericht / ungelehrt / widersinnig / faul / ungehorsam / und stunde seinen Herrn vielmals nach dem Leben. Gleichzeitig vereinen sich in der Darstellung des Sarotti-M* viele konventionelle kolonialrassistische Stereotype über Schwarze Menschen (Ciarlo 2011: 9-11). Das größte Hindernis in Sachen Umbenennung liegt laut Miriam Strunge, kulturpolitische Sprecherin der Linken, im Unwillen der Anwohner:innen, sich um die Formalia zu kümmern. Wir klauen doch auch keinen Altar aus der katholischen Kirche. Das wohl bekannteste deutsche Beispiel dafür ist der Schokoladenhersteller Sarotti, der über lange Zeit seine Produkte mit der stereotypen Darstellung einer Schwarzen Person, des sogenannten Sarotti-M*, vermarktete. Ich bin deshalb ein Befürworter der Re-kolonialisierung, auch wenn es dem Zeitgeist nicht entspricht. Der von ihm 2007 mitbegründete Verein Berlin Postkolonial setzt sich für die Umbenennung von Straßen ebenso ein wie für die Rückgabe geraubter Kulturgüter, Archäologiefunde und »menschlicher Überreste« (Human Remains). In der Zwischenzeit haben betroffene Anwohner Widerspruch eingelegt, weshalb die Umbenennung noch nicht wirksam geworden ist. Das alles entspricht dem Berliner Straßengesetz, das anders als andere Landesgesetze keine Mitsprache der Betroffenen vorsieht. Dass Straßen nicht nach Nationalsozialist:innen benannt werden sollen, trifft auf Konsens. Das Deutsche Kolonialhaus des Berliner Kaufmanns Bruno Antelmann war über einige Zeit in der Jerusalemer Straße 28 angesiedelt. Damit müsse endlich Schluss sein, so die jungen Frauen und Männer. Der Bezirk will Lüderitzstraße, Nachtigalplatz und Petersallee umbenennen. Bei der Umbenennung von Carl-Peters- und Lüderitzstraße in Köln 1989/90 etwa sollte zwar der "afrikanische" Kontext der Namen beibehalten werden, und Erstere wurde zur Namibiastraße, Letztere zur Usambarastraße. Der bisherige Nachtigalplatz heißt jetzt Manga-Bell-Platz – zu Ehren von Rudolf und Emily Duala Manga Bell, einem Königspaar der Duala und Kämpfern gegen die deutsche Kolonialherrschaft in Kamerun. In einem Seminarprojekt mit dem Titel „Kolonialismus nicht mit uns“ in Kooperation mit dem Lidice-Haus, der Bevollmächtigten beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit sowie dem Bündnis Decolonize Bremen haben sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Fall „Lüderitzstraße“ beschäftigt. Das Institut für Europäische Ethnologie führt hierfür die aktuelle Definition im Duden (Stand 10.03.2021) an und verweist auf eine beispielhafte Stellungnahme Moctar Kamaras, des Vorsitzenden des Zentralrats afrikanischer Gemeinden in Deutschland: “Die deutsche Sprache ist voll von Redewendungen, die mit dem Begriff ‘Mohr’ neben Exotik auch Abwertung, Unterwürfigkeit, Dummheit und Infantilität verbinden. Ihre Registrierungsanfrage war erfolgreich!Bitte überprüfen Sie Ihren E‑Mail-Posteingang, um zu bestätigen. Jahrhunderts und die Präsenz afrodiasporischer Menschen in Berlin – in diesem Fall jedoch mit einer Perspektive, die Schwarze Menschen als handelnde Subjekte begreift. Wie unter Punkt c) gezeigt wurde, hält die Hypothese, der Begriff sei zur Entstehungszeit der Straße vollkommen „wertfrei“ gewesen, allerdings einer begriffshistorischen Untersuchung nicht stand. BREMEN taz | „Achterhook“ kommt aus dem niederdeutschen und bedeutet so viel wie „hintere Ecke“. Kommentar document.getElementById("comment").setAttribute( "id", "af6017e13d461cc818487f4b92fed50e" );document.getElementById("f1cd1a9682").setAttribute( "id", "comment" ); Meinen Namen, E-Mail und Website in diesem Browser speichern, bis ich wieder kommentiere. Russland plündert Sibirien seit Jahrhunderten aus und die Linken nagen an 34 Jahre Deutsche Kolonial -politik herum. Die Verwaltung will zwei Straßen im Afrikanischen Viertel nach Figuren der afrikanischen Emanzipation benennen. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Joachim Zeller wertet das Beispiel des Sarotti-M* als „visuelle[n] Kannibalismus“, der es weißen Menschen ermöglichte „‘Rasse‘ konsumieren zu können.“ (Zeller 2010: 159). 3 und Drs. „Bremen war nun mal eine Stadt, die sich aktiv am Kolonialismus beteiligt hat“. Eigentlich hätte ihre Cousine zur Umbenennung kommen sollen. Sind wir hier etwa zu demokratisch? über einen Audio-Guide der Alice-Salomon-Hochschule informieren. Unabhängig davon muss jedoch konstatiert werden, dass Straßennamen auch jenseits von ihrer jeweiligen zeitgenössischen Benennungsmotivation im Nachgang eine Eigendynamik entfalten und neue oder erweiterte Konnotationen erhalten können. Folgerichtig hat sich die Bezirksverordnetenversammlung Mitte im August 2020 dafür entschieden, den Weg der Perspektivumkehr zu gehen und den Namen der M*straße durch eine handlungsmächtige Persönlichkeit afrikanischer Herkunft im 18. „Die Benennung einer Straße nach einzelnen Personen ist immer eine Ehrung“, sagt Kevin Lenkeit, innenpolitischer Sprecher der SPD. Diese wurden nunmehr allesamt als begründet, aber unzulässig abgelehnt, da die rechtlichen Voraussetzungen für die Umbenennungen weiterhin vorliegen. Deswegen sehen sie kein Problem in einer Ausschreibung. Straßen nach afrikanischen Terroristen benannt Stichwort: „Straßenumbenennung. Die Hauptstadt soll „dekolonialisiert“ werden. Und was sollten sie für die Stadtteile tun? Lesen Sie Montag bis Freitag frühmorgens die wichtigsten Nachrichten des Tages – direkt aus der Chefredaktion. Die historischen Namensgeber Hedin, Leutwein, Lüderitz und Nachtigal . Die Neubenennung der Straßen durch Ersatz von anderen Namen ist dafür kein adäquates Mittel – vielleicht haben die Personen ja auch Dreck am Stecken. Am Mittwoch gab es einen öffentlichen Aufruf Namensvorschläge einzureichen.Statt Nachtigalplatz und die Lüderitzstraße sollen sie Namen von „Persönlichkeiten – insbesondere Frauen – der (post-) kolonialen Befreiungs- und Emanzipationsbewegung aus Ländern Afrikas“ tragen. Wie das Institut für Europäische Ethnologie bemerkt, lässt sich van der Heydens Erklärung, „da keine Quellen angegeben sind, nicht nachvollziehen.“ (Institut für Europäische Ethnologie 2020). Nach Informationen des WESER-KURIER soll das Team auch weiterhin von Christian Brand trainiert werden. Dieser Name wird seit vielen Jahren von zivilgesellschaftlichen Akteur*innen vorgeschlagen, um eine historische Persönlichkeit afrikanischer Herkunft zu ehren, die eng mit der Geschichte des Straßennamens verbunden ist.“ (Drucksache 2586/V). Eine ganze Menge, wie sich im Stadtbild zeigt. Diese Hypothese ist jedoch nicht mit Quellen belegt. Und die Betroffenen haben ein Weihnachtsgeschenk von Herrn von Dassel erhalten, an dem sie noch lange zu knabbern haben. Folgen Sie ZUERST! „Man merkt die Absicht und ist verstimmt!“ möchte man mit Goethe ausrufen. So hätte den Verantwortlichen, wie der grünen Stadträtin Sabine Weißler, eine (allerdings gesetzlich nicht geforderte) Beteiligung der Anwohner per Bürgerversammlung im betroffenen Kiez gut zu Gesicht gestanden. Ein großer Tag ist es trotzdem. Mail an fehlerhinweis@taz.de! Dieser Ansicht schließt sich Bodo Berwald, Vorsitzender der Initiative Pro Mohrenstraße, an. So steht es in einem Schreiben des Ortsamts Horn-Lehe aus dem April 2019. Die, deren Adresse sich ändert, müssen darüber hinaus die Kosten der Ummeldung, Ausweisänderung usw. Der Beirat solle aber auch nicht über die Köpfe der Anwohner:innen hinweg entscheiden. Februar an das Bezirksamt Mitte, Amt für Weiterbildung und Kultur, eingereicht werden. Trotz der Verzögerungen nennt Köstner den Prozess „exemplarisch“: „Viele Anwohner:innen standen der Umbenennung sehr positiv und aufgeschlossen gegenüber“. Herrscher“ (2014: 259f.) Mahnwache in Schwachhausen Bremer Schüler fordern Umbenennung der Lüderitzstraße Am Samstag haben Bremer Schülerinnen und Schüler eine Mahnwache in Schwachhausen abgehalten. Das führte 1905 zum Maji-Maji-Krieg, der bis zu 300.000 Menschenleben kostete . Jahrhunderts einen Guerillakrieg gegen die Deutschen in der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwest führte. Zu den 22 Straßen im Afrikanischen Viertel (Wedding, Berlin) sind hier Texte und Audiodateien verfügbar, die User*innen vor Ort im Afrikanischen Viertel oder auch zuhause abrufen können. Die Umbenennung soll zum 1. Jede Straße muss einen Namen haben. Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren? Darauf muss eine offizielle Entschuldigung folgen. Mit Folgen fürs Personal, aber nicht für ein Millionenprojekt. Der Begriff ist daher genau wie das N-Wort ganz ohne Zweifel eine rassistische und beleidigende Fremdbezeichnung für Schwarze Menschen.” (Kamara 2015 zit. Die Namensgeber waren ein Königspaar in der früheren deutschen Kolonie Kamerun, Rudolf und Emily Duala Manga Bell. Seit 1984 kämpfe ich dafür, dass die Petersallee im sogenannten Afrikanischen Viertel, benannt nach einem der blutigsten deutschen Kolonialverbrecher , endlich umbenannt wird. Das Institut für Europäische Ethnologie differenziert in dieser Hinsicht eine „engere“ von einer „erweiterten“ Rassismus-Definition. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz, Lesermeinungen (bitte beachten Sie unsere, Verpasster HSV-Aufstieg hat auch Folgen für Werder Bremen, Warum Urlaub in Deutschland so teuer sein kann. „Das Königspaar kämpfte gegen die deutsche Kolonialherrschaft.
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